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28 may 2006, up-date: 28 may 2006
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| Aus klimatischen und finanziellen Gründen sind die wissenschaftliche Sicherstellung und die kritische Transponierung bzw. Übersetzung der Quellen der indischen Musikgeschichte in einem prekären Zustand. Ohne philologische Erfahrung in den indischen Sprachen wäre es deswegen frivol, eine distanzierte Geschichte dieser Musik verbindlich skizzieren zu wollen. Der diskursive Umgang mit ihr sieht sich bis in die nähere Zukunft hinein zu einer pragmatischen Sichtweise gedrängt. Wenn hierbei einige Rätsel gelöst werden, ohne dass der Zauber der Raga-Kunstmusik an Glanz einbüßen muss, ist zur Annäherung an den kritischen Umgang mit Musik in Traditionen außerhalb Euroamerikas Genüge geleistet. Diese Einführungen drehen sich um Rätselfragen, die sich konkret in den Spielversuchen mit der Sitar herauskristallisieren: solche der Stimmung der Saiten, der Stimmung der Intervalle und solche der zuweilen windschiefen Stimmung der in Europa Musizierenden, wie sie der holprige Zugang zu den Informationen und Materialien hervorruft. |
| Die Sanskrit- und Hindi-Ausdrücke sind englisch phonetisiert; in leicht fehlerhafter Weise wurde der nicht gesprochene Endungsbuchstabe a in den Begriffen Raga und Tala als Ausnahmen beibehalten. |
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Bern, Oktober 1995 |