| Der
Schlußsatz enthält eine grandiose Doppelfuge. Es wird außerdem
auf die Motivik des ersten Satzes eingegangen um Geschlossenheit im Ganzen
zu erzeugen. Die Fuge steht, so Kirsch, für den "Jubel über
die Erlösung, der in dem ungemein dichten und bewegten polyphonen Satz
vehementen Ausdruck findet, und für die Ordnung der Dinge am Ende der
Welt, wie sie in der kontrapunktischen Ordnung der gebundenen Form Fuge
versinnbildlicht erscheint" (46).
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| Die
große Anlage des Finales ist, nach Blume (47),
vierteilig: |
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| Abschnitt
A: |
T1-12;
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Vollständige
Kadenz über Amen (g-c-D) |
| Abschnitt
B: |
T13-120;
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Doppelfuge,
die ab T76 in ein Fugato übergeht |
| Abschnitt
C: |
T121-135;
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Wiederaufnahme
des ersten Satzes (a), b), c) ) mit chorischer Unterlegung des b)-
und c)-Teiles mit "Amen" |
| Abschnitt
D: |
T136-163;
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Coda,
es besteht eine Verwandtschaft zum f)-Teil aus dem ersten Satz: Chromatische
Linien (aufsteigend); Nachspiel |
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| Da
im Abschnitt D die chromatischen Linien aufsteigend sind, könnte man
an eine Umkehrung des dramatischen f)-Teiles aus dem ersten Satz denken.
Blume verweist nur auf den Themenkopf I der Doppelfuge ("in sempiterna"). |
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| Die
Gliederung der Fuge von Blume sei hier auch noch wiedergegeben. In den Themeneinsätzen
bezeichnet die erstgenannte Stimme den Einsatz von Thema I, die zweitgenannte
hinter dem Pluszeichen den Einsatz von Thema II.: |
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| 1.
Durchführung: |
T13-29;
g-Moll; |
S1+T,
S2+B, T+S1, B+S2 |
| Zwischenteil
A: |
T29-39;
g-Moll-> Es-Dur; |
Themenköpfe
I + II |
| 2.
Durchführung: |
T39-48; Es-Dur / B-Dur; |
S1+T,
S2+B |
| Zwischenteil
B: |
T48-55;
f-Moll; |
Themenköpfe
I + II |
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T55-63;
f-Moll / c-Moll; |
T+S1,
B+S2 |
| Zwischenteil
C: |
T63-76;
g-Moll; |
Themenköpfe I + II |
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| Am
Ende führt das Fugato in einen verminderten Septakkord über Cis.
Von dort aus beginnt der Abschnitt a) aus dem ersten Satz. |
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Die
Coda im vierten Teil des Finales geht, wie erwähnt, nochmals auf
den Themenkopf I der Fuge ein. Es ist auch möglich, hier eine Umkehrung
des Motivs f) aus dem ersten Satz zu sehen, bis der Satz in beschwörend
Hämmernden "Amen"-Kadenzen zu Ende geht und durch das kurze
furiose Nachspiel ausklingt.
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