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| Wozu ein Zeittafel |
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Hier einen
detaillierten Geschichtsunterricht zu erteilen ist sicher nicht meine
Absicht.
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Doch mit der
Annahme, dass nicht jede/r LeserIn in einer österreichischen Schule
ausgebildet wurde, bzw. wenn doch, auch dann einer Gedächtnisauffrischung
nicht abgeneigt wäre, werde ich im Folgenden eine Chronik der Kriege
zwischen den habsburgischen und osmanischen Monarchien konstruieren.
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Die Daten
der Chronik sind nicht meine Forschungsergebnisse, sondern allgemein bekannte
und in jedem Geschichtsbuch befindliche Fakten. Daher werde ich hier keine
einzelnen Quellennachweise, sondern nur eine Auswahl der für die
Zusammenstellung zu Grunde stehenden Sekundärliteratur anführen.
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Hier werden,
neben der österreichischen, auch die Daten der offiziellen TR- Geschichtsschreibung,
bzw. die offiziellen Internetveröffentlichungen der Republik der
Türkei und Österreich, genauso wie die bibliografischen Quellen
berücksichtigt.
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| Die Jahreszahlen zeigen bei
verschiedenen AutorInnen 1- 8 Jahre Unterschiede. Die Gründe dafür
sind die verschiedenen Kalendersysteme der Osmanen, die der ZeitgenossInnen
der Osmanen, und die verschiedenen Interpretationen und Berechnungen der
modernen HistorikerInnen. |
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| Bei den Jahreszahlen, bei
denen sich nicht alle HistorikerInnen einig sind, werde ich die letzte Ziffer
mit einem "?" ersetzen. |
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| Die Etappen |
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| Die mit Unterbrechungen 1529-
1791 dauernde Geschichte der habsburgisch- osmanischen Kriege will ich wegen
der Übersichtlichkeit -willkürlich- auf 4 Perioden aufteilen. |
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| 1) Die Vorgeschichte, |
| 2) Die Phase der osmanischen
Überlegenheit, |
| 3) Die Phase der Unentschiedenheit
und |
| 4) Die Phase der habsburgischen
Überlegenheit. |
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| 1) Die Vorgeschichte |
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| a) Die osmanische Expansion
in Europa. |
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| 135? |
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Unter der Herrschaft
Orhan Bej (Herrschaftszeit: 1325- 1360), fassen die Osmanen auf Thracien
Fuß . |
| 136? |
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Eroberung Adrianopolis
unter Murad I. (Hz.: 136?- 1389). |
| 1389 |
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16. 6.: Schlacht auf
dem Amselfeld (=Kosovo Polje). Sieg Sultans Murad I. gegen König
Lazar. Zerschlagung des serbischen Reiches. |
| 1389- 1451
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Unter der Herrschaft
der Sultanen Bajesid I., der Blitz (Hz.: 1389- 1403), Mehemmed I.,
der Gebildete, (Hz.: 1413- 1421), Murad II. (Hz.:1421- 1451), wird
fast das gesamte Südosteuropa (Balkan) von den Osmanen erobert.
Wo die Osmanen eine eigene Verwaltung nicht sinnvoll finden, errichten
sie Vasallenstaaten. |
| 1451- 1481
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Unter der
Herrschaft Sultans Mehemmed II., der Eroberer (Hz.: 1451- 1481), wird
durch mehrere Kriegszüge die Herrschaft der Osmanen in Südosteuropa
befestigt. |
| 1453 |
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29. 05.: Sultan Mehemmed
II. erobert Konstantinopolis. |
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| b ) Die ersten Konflikte
mit den Habsburgern: |
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| 15 Jh.,
2. Hälfte |
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Die Osmanen haben gemeinsame
Grenzen mit dem Habsburgerreich und Ungarn. |
| 15. Jh.,
ab 70er Jahre |
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Die Akindji stürmen
Orte in Ungarn, Kärnten und in der Südsteiermark (östliches
Slowenien) . |
| 1515 |
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Eine Doppelhochzeit
in Wien: Kaiser Maximilian ließ den 9 jährigen Sohn König
Wladislaws II. aus der Jagiellonendynastie von Polen, Prinz Ludwig
II., mit seiner Enkelin Maria trauen. Gleichzeitig vermählt sich
Maximilian mit der 12jährigen Schwester des Prinzen, Anna. Die
Ehe (eigentlich Verlobung) ist auf Zeit beschlossen, falls seine Enkel
Karl oder Ferdinand sich nicht für eine Heirat mit Anna entscheiden. |
| 1516 |
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Ferdinand entschied
sich für die Heirat mit Anna. |
| 1521 |
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Sulejman II., der Prächtige
(Hz.: 1520- 1566), erobert Belgrad. Ferdinand heiratet Anna in Linz. |
| 1522 |
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Karl und Ferdinand teilen
in Brüssel per Vertrag die Souveränitätsrechte über
die habsburgischen Länder. Ludwig II. heiratet Maria von Österreich
in Buda. |
| 1526 |
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29. 08.: Ungarische
Streitkräfte wurden bei Mohacs von den Osmanen zerschlagen. Der
20jährige König Ludwig II. ertrank auf der Flucht. Da er
keine Kinder hatte, erbt Ferdinand I. (hl. römische Hz.: 1531-
1564) die Souveränitätsrechte über die Länder
der Jagiellonendynastie, vor allem Böhmen und Ungarn. |
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22. 10.: Ferdinand wird
zum König von Böhmen gewählt. |
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11.11.: Szapolyai, Vasall
der Osmanen, wird in Stuhlweißenburg zum ungarischen König
gewählt. |
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17. 12.: In Preßburg
wurde Ferdinand I. als Gegenkönig der Ungarn gewählt. |
| 1527 |
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3. 11.: Krönung
Ferdinands zum König von Ungarn. |
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12.: Vor
den Truppen der Habsburger flieht Johann Szapolyai nach Polen. Ferdinand
besetzt Buda und größte Teile Mittelungarns. |
| 1528 |
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01.: Ferdinand errichtet
die " Allgemeine Hofkanzlei". Nunmehr werden alle seiner
Länder zentralverwaltet. |
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31. 05.: Ferdinand schickt
eine Gesandschaft nach Konstantinopel. |
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07.: Johann I. Szapolyai
kehrt von Polen nach Ungarn zurück. Osmanische Einfälle
in Krain. |
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| 2) Die Phase der osmanischen
Überlegenheit |
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| 1529 |
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10. 05.: Sulejman bricht
als Verbündeter Szapolyai´s in Konstantinopel gegen die
Habsburger auf. |
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08. 09.: Sulejman erobert
Buda zurück. |
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25. 09. : Erste osmanische
Belagerung Wiens. Das osmanische Heer besteht samt Verbündeten
aus 300.000 Mann. Die königliche Besatzungsarmee der Stadt unter
Graf Niklas Salm besteht aus 17.000 Mann. |
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27. 09.: 400 osmanische
Schiffe erreichen über die Donau Wien. |
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12.10.: Letzter Großangriff
der Osmanen nach sehr harten Kämpfen abgewendet. Niklas Graf
Salm wird unheilbar verwundet. |
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14. 10.: Wegen der klimatisch
ungünstigen Jahreszeit, aufbrechenden Seuchen und Versorgungsschwierigkeiten,
kehrt Sulejman zurück. |
| 1532 |
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Neuerlicher Feldzug
Sulejman´s gegen die Habsburger. |
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20. 08.: Vergebliche
Belagerung der Festung Güns (Köszeg, Ungarn). Die Akindji
dringen bis in das Ybbstal vor. Das Reichsheer unter Kaiser Karl V.
(röm. Kaiser: 1530- 1556) nimmt Stellung vor Wien. Sulejman kehrt
ohne Kampf zurück. |
| 1537 |
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Erfolglose Feldzüge
Ferdinands in Ungarn gegen die Osmanen. |
| 1540 |
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07. 07.: Geburt Johann
Siegmunds, Sohn von Johann Szapolyais. |
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22. 07.: Tod Johanns
I. Szapolyai. |
| 1541 |
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Sulejman besetzt Buda
und große Teile Ungarns. |
| 1542 |
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Sommer: Osmanen dehnen
ihr Herrschaftsgebiet in Ungarn aus: Fünfkirchen, Gran und Stuhlweißenburg
werden besetzt. |
| 1540- 47 |
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Osmanen besetzen Zentralungarn. |
| 1547 |
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19. 06: Waffenstillstandsvertrag
auf Zeit in Konstantinopel. Ungarn wird in drei Zonen geteilt. In
Mittelungarn mit Zentrum Buda errichten die Osmanen ein Paschalik,
die Habsburger beherrschen den Westen und den Norden (Slowakei). Siebenbürgen
wird als Fürstentum Vasall der Osmanen. Habsburger zahlen Osmanen
30. 000 Dukaten jährlich als Tribut. |
| 1551 |
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Stände Siebenbürgens
huldigen Ferdinand in Klausenburg. Osmanen erobern Temesvar. |
| 1556 |
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22. 10.: Johann Siegmund
Szapolyai wird der erste Fürst von Siebenbürgen. |
| 1562 |
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03.: Waffenstillstandsvertrag
auf Zeit in Konstantinopel. |
| 1563 |
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09: Krönung Maximilians,
Sohn Ferdinands, zum König von Ungarn in Preßburg. |
| 1566 |
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Johann Sigmund Szapolyai
greift mit der Unterstützung des Paschas von Temesvar das kaiserliche
Ungarn an. |
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01. 05.: Sulejman startet
einen neuen Feldzug nach Ungarn. |
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05. 08.: Belagerung
der Festung Szigetvar, die von Niklas Zriny erfolgreich verteidigt
wird. Erkrankung Sulejmans. |
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07. 09.: Tod Sulejmans.
Rückzug des osmanischen Heeres. |
| 1568 |
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17.02.: Waffenstillstandsvertrag
auf Zeit in Adrianopel zwischen Kaiser Maximilian II. (hl. röm.
Kaiser: 1562- 1575) und Sultan Selim II. (Hz.: 1566- 1574). Der Status
quo, samt 30.000 Dukaten jährlichem Tribut, bleibt erhalten.
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| 3) Die Phase der Unentschiedenheit
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| 1592 |
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01. 10.: Habsburger
stellen die Tributzahlungen ein. Habsburgischer Herrscher ist Kaiser
Rudolf II. (hl. röm. König: 1575- 1612), sein osmanischer
Mitstreiter ist Sultan Murad III, (Hz.: 1574-1595). |
| 1593 |
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Der osmanische Waali
(Gouverneur) von Bosnien, Telli Hasan Pascha greift das habsburgische
Kroatien an. Rupert von Eggenberg tritt ihm mit einer Streitmacht
entgegen und besiegt 1593 bei Sisak das osmanische Heer. Petrinja
wird von den Habsburgern erobert, Klis in Dalmatien geht an die Osmanen.
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18. 07.: Kodja Sinan
Pascha bricht für einen Feldzug nach Ungarn auf. Bei den folgenden
Kriegshandlungen erzielen beide Parteien Teilerfolge. |
| 1594 |
Mehrere umstrittene
Gebiete wechseln zwischen den beiden Parteien den Besitzer. |
| 1596 |
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An der Nordgrenze wird
Erlau (Eger) von den Osmanen besetzt. Die Siebenbürger sind zunächst
mit dem Kaiser verbündet. Die Habsburger beginnen in Siebenbürgen
die Gegenreformation durchzuführen.
Die Siebenbürger wählen Stephan Bocskay zu ihrem Fürsten
und huldigen dem Großwesir. Die kaiserlichen Truppen ziehen
sich zu Gunsten der Osmanen zurück. Diese erobern Raab (Györ)
und Veszprem. |
| 1598 |
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Rückeroberung von
Raab und Veszprem durch die Habsburger. |
| 1600 |
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Belagerung und Eroberung
der Kanisza durch die Osmanen. |
| 1602 |
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Habsburgische Streitkräfte
stoßen bis gegen Ofen (Buda) vor. Gran (Esztergom) und Stuhlweißenburg
(Szekesfehervar) wechseln mehrmals ihre Besitzer. |
| 1603 |
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Verwüstung der
südlichen Steiermark durch Akindji. |
| 1604 |
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Osmanischer Feldzug
nach Ungarn. Belagerung der Festung Esztergom. |
| 1605 |
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Erneuter osmanischer
Feldzug nach Ungarn. Eroberung der Festung Esztergom. Verwüstung
der westlichen Steiermark durch Akindji. |
| 1606 |
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11. 11.: Friede von
Zsitva Torok (Ort Zitva an der Mündung der Stara Zitava an der
Donau bei Marcelova, östlich von Komarno, Slowakische Republik).
Die Osmanen behalten Erlau und Kanisza, die Habsburger bekommen Waitzen
(Nacz) und Nograd. Die Tributzahlungen des Kaisers werden eingestellt.
Sultan Ahmed I. (Hz.: 1603- 1617) erkennt den Kaiser erstmals als
gleichrangig an und verzichtet gegen eine einmalige Zahlung von 200.000
Gulden auf das ab 1547 übliche jährliche "Ehrengeschenk"
(Tribut). |
| 1618- 1648
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Der Dreißigjährige
Krieg. Fortsetzung der osmanisch- safawidischen Religionskriege. Aufstände
der Kisilbasch- Religionsgemeinschaft an der Seite der Safawiden im
osmanischen Reich. Osmanisch- venezianischer Krieg. Beide Streitparteien
sind für einen längeren Waffenstillstand. Austausch der
Großbotschafter zwischen Habsburgern und Osmanen. |
| 1660 |
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Kaiser Leopold I. (Hz.
1658- 1705) unterstützt Georg II. Rakoczi als Fürst von
Siebenbürgen. Osmanen ernennen Barcsay für den Thron. Der
Krieg beginnt. Habsburger errichten eine Festung in Zrinyivar. |
| 1663 |
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12. 04.: Sadr- i Asam
(Großwesir) Köprülü Fasil Ahmed Pascha (1661-1674)
bricht zu einem Feldzug gegen die Habsburger auf. |
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07. 06.: Köprülü
fällt mit 100.000 Mann Oberungarn an. Er erobert die Festung
Neuhäusel (Nove Zamky), stößt gegen Neutra (Nitra),
Leva und Freistadt (Hlohovec) vor, und baut Neuhäusel zur Festung
gegen die Kaiserlichen aus. Leopold ruft den "Reichskrieg"
aus. Er bekommt französische, spanische und schwedische Kontingente.
Ein Vorstoß Raimund Graf Montecuccolis gegen Kanisza blieb ohne
Erfolg. Im Norden fügt De Souches den Osmanen bei Szent Kereszt,
an der Gran und Szent Benedek, Niederlagen zu. |
| 1664 |
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07. 05.: Köprülü
bricht aus Belgrad zu einem Feldzug auf. |
| 1664 |
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01. 08.: Das Heer der
Verbündeten besiegt unter Raimund Graf Montecuccoli bei Mogersdorf
(St. Gotthard) im heutigen Burgenland das osmanische Heer. |
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10. 08.: Friede von
Eisenburg (Nasvar): Die Osmanen behalten Neuhäusel und den umgebenden
Grenzstreifen, der türkische Vasall Apafi bleibt Herr von Siebenbürgen,
und Österreich zahlt 200.000 Taler. |
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| 4) Die Phase der habsburgischen
Überlegenheit |
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| 1671 |
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Entdeckung der Verschwörung
des Ungarischen Adels, der mit dem Frieden von Vasvár (Eisenburg)
1664 unzufrieden waren, gegen die Habsburger. Hinrichtung der Anführer
in Wien. |
| 1682 |
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09. 01.: Aufstand der
Kuruzzen unter der Führung von Graf Emmerich (Imre) Thököly
von Kesmark gegen die Habsburger. Die Osmanen anerkennen Thököly
als ungarischen König. |
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09.06.: Erneuerung des
Vasvar- Vertrages. |
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27. 07.: Osmanischer
Feldzug in Mittelungarn. |
| 1683 |
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01. 04.: Mehemmed IV.
(Hz:1648- 1687) startet aus Adrianopel einen Feldzug gegen die Habsburger.
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24. 05.: Der Sultan
bleibt in Belgrad. Das osmanische Heer kommt unter die Führung
von Vesir- i Asam (=Großvesir) Kara (= der Schwarze, Dunkelhäutige)
Mustafa Pascha von Mersifon. |
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14.07.: 2. Belagerung
Wiens. Kirim- Tartaren brandschatzen das südliche Niederösterreich.
Das Heer Kara Mustafa´s besteht aus 140.000 Soldaten. Mit den
Verbündeten wie Moldavien und Kirim, verfügt das osmanische
Heer fast über 200.000 Mann. Kaiser Leopold I. (röm. Kaiser:
1658- 1705) verlässt die Stadt nach Linz. Das Besatzungsheer
Wiens unter Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg besteht aus 11.000
Soldaten und 5.000 Mann Bürgeraufgebot. 31. 08.: 21.000 Mann,
davon 14.000 Reiter unter König Jan III. Sobieski von Polen,
schließen sich dem Entsatzheer an, bestehend aus 21.000 kaiserlichen
Soldaten unter Karl V. von Lothringen, 10. 000 Mann aus Schwaben und
Franken, 10.000 aus Sachsen unter Hermann von Baden. |
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11. 09.: Das osmanische
Heer beginnt die bereits stark beschädigte Mauer Wiens zu stürmen.
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12.09.: Angriff des
Entsatzheeres unter der Führung Jan Sobieski. Schlacht am Kahlenberg
(damals Schweineberg) und Leopoldsberg. Das Osmanische Heer flüchtet.
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27.10.: Das kaiserliche
Heer erobert Gran (Esztergom). Gründung des "Heiligen Liga"
der Habsburger mit Polen und Venedig gegen den Osmanen. 25. 12.: Der
Sultan lässt Kara Mustafa Pascha in Belgrad erdrosseln. |
| 1685 |
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19.08.: Das Bündnisheer
erobert die Festung Neuhäusel (Nove Zamky). Der "Große
Kurfürst" Friedrich Wilhelm von Brandenburg schickt ein
Kontingent zur Unterstützung. Später schließt sich
auch Rußland dem Bündnis an. |
| 1686 |
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20. 06: Belagerung
von Buda. |
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02.09.: Herzog Karl
von Lothringen erobert Ofen (Buda). Der Stadtteil Pest wird zerstört.
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| 1687 |
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12.08.: Karl von Lothringen
siegt bei Berg Harsany, Mohacs (sog. 2. Schlacht von Mohacs). |
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10.: Besetzung Siebenbürgens.
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09.12.: Preßburger
Landtag anerkennt Ungarn als habsburgisches Erbland. |
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18.12.: Das Kaiserliche
Heer erobert Eger. |
| 1688 |
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20.06.: Das Kaiserliche
Heer erobert Lippa. |
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06.09.: Ludwig Wilhelm
von Baden und Max Emanuel von Bayern erobern Belgrad. |
| 1689 |
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24.09.: Der weiteste
Vorstoß in osmanisches Gebiet bis Nisch, Sieg des Markgrafen
Ludwig Wilhelm von Baden (der Türkenlouis) bei Nisch. |
| 1690 |
|
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18. 10.: Fazil Mustafa
Pascha erobert Belgrad zurück. |
| 1691 |
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19.08.: Ludwig Wilhelm
von Baden siegt bei Slankamen. |
| 1696 |
|
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08.: Erfolglose Belagerung
Temeschburgs durch Friedrich August von Sachsen (August der Starke) |
| 1697 |
|
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11.09.: Prinz Eugen
von Savoyen zerschmettert das osmanische Heer bei Zenta (Senta) an
der unteren Theiß. |
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23.10.: Plünderung
von Sarajewo durch Prinz Eugen. |
| 1699 |
|
| |
26.01.: Friede von
Karlowitz (Sremski Karlovci) an der Donau. Die Osmanen verzichten
auf Ungarn und Siebenbürgen mit Ausnahme des Banats von Temesvar.
|
| 1714 |
|
| |
Osmanen erklären
Venedig den Krieg. |
| 1716 |
|
| |
04.: Die Verhandlungen
der Osmanen mit den Habsburgern, den Verbündeten Venedigs, bleiben
ohne Erfolg. Kriegserklärung der Osmanen an Habsburger. |
| |
05.08.: Das kaiserliche
Heer unter Prinz Eugen siegt bei Peterwardein (Petrovaradin) gegen
das osmanische Heer unter Sadr- i Asam Silahdar Ali Pascha. Ali Pascha
fällt in der Schlacht. |
| |
12.10.: Prinz Eugen
erobert Temeschburg nach 164 Jahren osmanischer Herrschaft. |
| 1717 |
|
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16. 08.: Prinz Eugen
greift Belgrad an. Gegenzug der Osmanen. |
| |
18.08.: Prinz Eugen
erobert Belgrad. |
| 1718 |
|
| |
21.07.: Friedensvertrag
zwischen Kaiser Karl VI. (Hz.: 1711- 1740) und Venedig einerseits
sowie Sultan Ahmed III. (Hz.: 1703- 1730) andererseits in Passarowitz
(Pozarevac), (Ort in Serbien, südlich von Belgrad). Die habsburgische
Monarchie erzielt auf dem Balkan die größte Ausdehnung:
Nordserbien (mit Belgrad) und einen Grenzstreifen Bosniens, das Banat
von Temesvar und die kleine Walachei. Der ursprüngliche Streitgrund,der
von Venedig 1715 eroberte Peloponnes, bleibt bei den Osmanen. |
| 1736 |
|
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16. 06.: Russland besetzt
einige osmanischen Festungen. Die Osmanen starten einen Feldzug gegen
Russland. |
| 1737 |
|
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Nachdem die Vermittlungsverhandlungen
fehlschlagen, erklären die Habsburger den Osmanen den Krieg.
Die vom französischen General Bonneval reorganisierte osmanische
Armee schlägt das kaiserliche Heer zurück. |
| 1739 |
|
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8. 9.: Friedensvertrag
in Belgrad. Die Habsburger verlieren alle Gebiete, die sie durch den
Pasarowitzvertrag 1718 bekamen, mit Ausnahme des Banats. |
| 1787 |
|
| |
13. 08.: Die Osmanen
erklären Russland den Krieg. |
| 1788 |
|
| |
09. 02.: Die Habsburger
sind als Verbündete verpflichtet, den Russen ein Hilfskontingent
zur Verfügung zu stellen. Statt dessen, mit der Hoffnung an den
Aufteilungsplänen der Zarin Katharina II. teilzuhaben, erklärt
Josef II. (hl. röm. König: 1764- 1790) den Osmanen den Krieg.
|
| 1791 |
|
| |
4. 8.: Friedensvertrag
von Sistowa in Swischtow (Bulgarien). Österreich und Russland
geben alle besetzten Gebiete (Ausnahme Bessarabien) zurück. Damit
ist der letzte Krieg zwischen den habsburgischen und osmanischen Monarchien
mit unwesentlichen Grenzänderungen beendet. |
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|
| Nunmehr bemühen sich
die Habsburger 1791- 1918, unter den veränderten Machtverhältnissen
in Europa, um die Erhaltung des Osmanischen Reiches als ihrem schwachen
Nachbarn. |
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| Literatur: |
|
| Für die Zusammenstellung
dieser Chronik wurden die folgenden Sekundärquellen vergleichend berücksichtigt: |
|
| Bücher: |
|
| Crankshaw,
1971, B579B;
Heiß, 1983; Kann, 1993, A136B;
KHM, 2003, A2410B;
KHM, 2000, A141B;
Kreiser, 2001, A2421B;
Matuz, 1996, B5815B;
Niederkorn, 1993; Öhlinger, 1998, A140B;
Peham, 1987, A278B;
Scheuch, 1994; Schmidt, 1978, A152B;
Suraya, 1986; Tapié, 1996, A156B;
Tomenendal, 2000, A142B;
Vacha (hsgb), 1996, A134B;
Vajda, 1984, A137B |
|
| Websites: |
|
osmanli padisahlari by
gov. TR, 2003, D00100000173W-
D00100000193W;
türkenkriege by aeiou, 2004, D00100000240W
|