Anmerkungen, I. Abschnitt

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von dr. heinz - peter seidel
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start: 04 october 2005, up-date: 25 april 2006
1) Yekta, 1922, S.3028.
2) Dieses wesentliche Moment aus der orientalischen Musikerziehung, mit welchem das Problem der Überlieferung und das der
Tradition aufs engste verknüpft sind, ist genügend häufig bezeugt worden, so daß wir an dieser Stelle auf Nachweise verzichten.
3) Thibaut, 1902, S.385. (Ebenso in: Thibaut, 1906, S.385; dort:"...le 'policis ictus'..."!)
4) ebenda.

5) Thibaut, 1902, 5.385. - Wir verwenden die türkische Schreibweise. Bei Thibaut steht in der Umschrift: "zil", "tef", "mazlar", "koudum". Eine Beschreibung dieser Instrumente, abgesehen von der Kudüm, sowie Bemerkungen zu diesbezüglichen Fehlern bei Thibaut führen, in unserem Zusammenhang nicht weiter, weshalb sie hier auch vermieden wurden.

6) Reinhard, Kommentar zur Schallplatte: Music of the Dancing Derviches (Mevlevi). Plattennr. AST-4003.
7) Das aus zwei Pauken bestehende Instrument heißt 'Kudüm'; der allgemeine Sprachgebrauch bezeichnete aber auch jede einzelne
Pauke als 'Kudüm', allerdings immer mit der Unterscheidung von rechts oder linke.
8) Da die 'zahme' (Schlägel) mit den Händen bewegt werden, sagen wir der Einfachheit halber: 'Die rechte (oder linke) Hand schlägt die rechte (oder linke) Kudüm'; nicht: 'Die Hand schlägt mit dem Schlägel auf die Kudüm' oder ähnliches.
9) Eine unterschiedliche Schreibweise der Bezeichnungen resultiert a) aus den Unterschieden in ihrer Bedeutung und b) aus den verschiedenen Umschriften. - Solche Umschriften sind: Für 'düm': "Doum", "Dume"; für 'teke': "tekke", "tekke"
"tgke", "tekb"; für ,teka,: „tekkia„, tekka , tekkg, "takah", "takkah"; für 'tahek': "tahak", u.a.m.
Die Lautstruktur der Bezeichnungen ist unzweideutig; sie sind zweifelsfrei voneinander unterscheidbar. Welcher Autor welche Umschrift oder deren Abkürzung wiedergibt, ist aus den Zitaten und den zitierten Notenbeispielen ersichtlich.
Schwieriger dagegen ist die entschiedene Zuweisung einer Abkürzung zum vollen Wort sowie der Unterschied von Groß- und Kleinschreibung. Da es aber das Anliegen des weiteren Textes ist, die Bedeutungen der Bezeichnungen möglichst dingfest zu machen, erhellen dort die jeweilige Schreibweise und die Erläuterungen das Gemeinte.
10) Thibaut, 1906, S.386. (Vgl. Anm.5). - Die weiteren Angaben zum 'usul vurmak' stehen alle auf derselben Seite. Wir begnügen uns damit, um weitere Anmerkungen zu sparen, im Text jeweils mit dem Autor die Jahreszahl zu nennen. Das gleiche gilt für die anderen Autoren.
11) Yekta, 1922, S. 3027. - Yekta und Thibaut sind, wie bei beiden verschiedentlich zu lesen ist, Freunde gewesen. Natürlich hat Rauf Yekta den von allen Autoren wohl entscheidendsten Aufsatz Thibaut's über den türkischen Rhythmus gekannt. Im Kapitel VII von 'La musique turque': "Les rythmes 'oussouls' de la musique turque" weist er zwar detailliert auf den Aufsatz seines Freundes hin, übernimmt jedoch von diesem wesentliche Abschnitte, ohne den Herkunftsort azuzeigen. Es geht an dieser Stelle jedoch nicht um den Nachweis, daß bestimmte Erkenntnisse eines Autors bloßes Plagiat seien; vielmehr scheint hier im Abschreiben ein keineswegs anstößiges Moment der Überlieferung zu liegen.
12) Thibaut, 1902, S.386.
13) Reinhard, 1969, S.76.
14) Heuser-Þevket, Türkisch-Deutsches Wörterbuch: "dümbelek" ist hier mit "Kesselpauke" übersetzt. Instrumentenkundlich ist der Name mehrdeutig. Die Situation in der Türkei stellt sich wohl so dar, daß für das türkische Gegenstück zur arabischen darabukke (darbuka) eine Vielzahl von Benennungen (regional verschieden) in Gebrauch ist: deblek, devlet, debuldek, dömbek, dümbelek (!), dümbek, dünbelek, düblik, delbek, deblet - möglicherweise noch andere. Vgl. H.Usbeck, in: Musiki Mecmuasi,1969,Nr.249,S.25 und Reinhard, 1962, S.70.
15) Kiesewetter, 1842, S.52.
16) Reinhard, 1969, S.76.

17) Oransay, 1964, S.40.

18) Thibaut, 1902, S.386.
19) Yekta, 1922, S.3027. - Vgl. Anm.11.
20) Thibaut, 1906, 5.386.
20a) 'Mevlevi Ayinleri' heißt: 'Ayin der Mevlevi'. Wie aus der Einleitung hervorgeht, wird der Begriff 'Ayin' zweifach verwendet: 1. bezeichnet er das gesamte Zeremoniell, das auch 'mukabele' genannt wird (vgl. Ritter, 1933); 2. ist es die'aus vier Abschnitten (selAm) bestehende großangelegte Vokalkomposition für die Zeremonie der Tanzenden Derwische (mevlevi)." (Oransay, 1964, S.43)
21) Vgl. Literaturverzeichnis: Türk Musikisi Klasliklerinden. - Wenn wir im Folgenden abgekürzt 'Klassikerausgabe' schreiben, so beziehen sich alle Angaben auf Heft 6, 1934, S.301, falls nicht anders angegeben. Die 'Schlaganweisungen' sowie die Ausführungen zum 'velvele' (vgl.III.Abschnitt) stehen alle auf der Seite 301.
22) Oransay, 1964, 5S.47.
23) Reinhard, 1969, S.76.
24) Heuser-Þevket, 1967.
25) Ob diese Funktion des 'tahek' auf alle anderen Usul zutrifft, vermögen wir bislang nicht festzustellen.
26) Ritter, 1933, S.30.
27) Rouanet, 1922, S.2784.
28) ebenda; die Fußnote S.2770, auf die sich Rouante bezieht, nennt unter den Rhythmen, die Türkischen Ursprungs sind, den 'Devri kebir'.
29) Oransay, 1966, S.21.
30) Vgl. Einleitung, Anm.8.